30 Jahre Heimat- und Gartenfreunde Materborn e. V.

Eine kleine Chronik – zusammengestellt von Theo Kroymann / Artikel von 1993

Der Verein der Garten- und Heimatfreunde Materborn e. V. wurde im Jahre 1963 gegründet. Die ursprünglichen Aufgaben dieses Freundeskreises waren u. a. die Förderung und Pflege der Gartenbaukultur, die Ortsverschönerung und die Geselligkeit.

Heute, 30 Jahre später, hat sich nicht nur der Name dieses rührigen Vereins geändert, auch die Identität hat sich durch neu hinzugekommene Aufgaben, wie Pflege der heimatlichen Geschichte, Förderung kultureller Veranstaltungen sowie die Erhaltung der niederrheinischen Mundart, gewandelt. Der heutige Name „Heimat- und Gartenfreunde Materborn e. V.“ deutet auf diese Wandlung hin. Der Begriff „Heimat“ hat in gleichem Maße an Bedeutung gewonnen, wie dieser für den Begriff „Garten“ in Bezug auf die Nutzgartenbaukultur abnahm.

Durch zahlreiche Initiativen zur Verschönerung des Ortsbildes hat der Verein mit dazu beigetragen, dass der Ortsteil Materborn ein wohnwerteres Gebiet im Bereich der Stadt Kleve wurde.

In den 30 Jahren seit Bestehen der Heimat- und Gartenfreunde Materborn e. V. hat sich die Zahl der Bewohner dieses Ortsteils von ehemals 2500 auf ca. 11.000 Einwohner erhöht. Auch die Zahl der Mitglieder des Vereins stieg in dieser Zeit von Jahr zu Jahr. Heute sind es ca. 170 Freunde, die sich diesem Kreis verbunden fühlen und als Mitglied angeschlossen haben.

Der Verein kann sich glücklich schätzen, mit den bisherigen drei Vorsitzenden seit der Gründung jeweils eine gute Wahl getroffen zu haben. Sowohl Walter Zorn (1963–1964) als auch Heinrich Schoonhoven (1964–1966) und nicht zuletzt Theo Brauer (1966 bis heute) haben den guten Ruf und das große Ansehen des Vereins durch ihren persönlichen Einsatz und durch ihre Persönlichkeit nachhaltig geprägt. Aber nicht nur die Vorsitzenden, auch alle Mitglieder der jeweiligen Vorstände haben durch stete Einsatzbereitschaft mit dazu beigetragen, dass die zu bewältigenden Aufgaben zur besonderen Zufriedenheit aller Mitbürger, aber auch im Sinne der für den Ort zuständigen Verwaltung, erledigt wurden.

Ortsverschönerung & Gemeinschaft

Eine wesentliche Aufgabe des Vereins ist die Ortsverschönerung. Diese wird nicht zuletzt durch den alljährlich stattfindenden Vorgarten- und Blumenschmuckwettbewerb günstig beeinflusst. Es ist beeindruckend, mit welcher Liebe und Sorgfalt viele Materborner Bürger durch Pflege der Gärten, Rasenflächen, Blumenbeete und Balkone zur Verschönerung ihres Anwesens, und damit auch des gesamten Ortsteils, beitragen.

Die jeweiligen Sieger im Vorgarten- und Blumenschmuckwettbewerb werden alljährlich anlässlich des beliebten Herbstfestes geehrt und mit einem Preis ausgezeichnet. Aber auch in anderer Weise konnte der Verein in den vergangenen 30 Jahren zur Verschönerung des Ortsbildes und auch zur Erhaltung des dörflichen Charakters dieses begehrten Wohngebietes der Stadt Kleve beitragen.

So wurden an vielen Stellen in der Gemeinde Blumenkübel aufgestellt, die von Fachleuten der Stadtgärtnerei bepflanzt und danach von den in der Nähe wohnenden Bürgern im Jahresverlauf betreut werden. Auch für die Erhaltung bestehender Grünflächen sowie wertvoller Bäume und Alleen im Ort hat sich der Verein mehrmals mit Erfolg eingesetzt.

Die gärtnerische Anlage vor der unter Denkmalschutz stehenden alten St.-Anna-Kirche ist mit seinen sehenswerten Findlingen, Blumen und Sträuchern durch eine Initiative des Heimatvereins gestaltet worden. Vor einigen Jahren kam noch ein schmucker Informationsstand des Vereins mit einer gemütlichen Ruhebank, beide gefertigt von Heribert Horn, dazu. Auch die sehenswerte alte Kaisereiche am Ehrenmal wurde vom Materborner „Künstler in Sachen Holz“ mit einem dekorativen Schnitzwerk als Kennzeichnung geschmückt.

Im selben Jahr, in dem Theo Brauer sein für den Ort so wertvolles Geschichtsbuch „op gen Matersborn“ herausbrachte, wurde am Saalhof, gegenüber dem Ehrenmal, ein Geschichtsstein mit wesentlichen Daten des Ortsteils Materborn eingeweiht. Er ist ein kleines Wahrzeichen des Ortes und trägt die Handschrift des Vereins.

Theo Brauer war es auch, der anlässlich der 750-Jahrfeier der Stadt Kleve im Jahre 1992 eine Sammlung der bekanntesten „Klever Originale“ in Buchform herausbrachte. Im Hochzeitszug zur Geburtstagsfeier der Stadt Kleve verkörperten die Heimatfreunde Materborn mit großem Erfolg „Badegäste früherer Jahrhunderte“.

Nicht zuletzt durch jahrelanges Drängen des Vereins wurde vor zwei Jahren im Ortskern eine schmucke Festhalle, dem Wunsch des Vereins entsprechend, errichtet. Dieses schöne Gebäude wird von den Materborner Vereinen und Bürgern für Veranstaltungen aller Art gerne genutzt.

Engagement für Kultur & Tradition

Ein weiteres Anliegen des Vereins der Heimatfreunde ist der Ausbau des Dorfzentrums, in dessen Mittelpunkt ein „Anna-Brunnen“ errichtet werden sollte. Bei der Benennung neuer Straßen und öffentlicher Gebäude wurde vom Rat der Stadt oft der Vorschlag des Heimatvereins eingeholt.

Seinen Mitgliedern und Freunden hat der Verein in den vergangenen 30 Jahren sowohl auf kulturellem Gebiet wie auch auf geselliger Ebene einiges geboten. Studienfahrten, Wanderungen, Fachvorträge, mundartliche Veranstaltungen und naturkundliche Themen gehörten zum Programm.

Auch die Pflege der niederrheinischen Mundart lag dem Verein am Herzen. Plattdeutsche Abende, Mundartmessen und humorvolle „Döntjes“ sind bis heute beliebt.

Das Herbstfest – Höhepunkt des Jahres

Höhepunkt des Vereinsjahres ist das jeweils im Oktober stattfindende Herbstfest. Die Krönung des Abends ist die Wahl einer Gartenkönigin. Die erste Regentin des Vereins war im Gründungsjahr 1963 Frau Irmgard de Barse, die auch das Vereinslied „Materborn soll schöner werden“ geschrieben hat.

Weitere Aktivitäten sind Besichtigungsfahrten, Kulturveranstaltungen, heimatkundliche Exkursionen und die beliebte Weihnachtsfeier.

Schlusswort

Die vorliegende Chronik lässt erkennen, dass die Heimat- und Gartenfreunde Materborn eine lebendige Gemeinschaft sind. Der Vorstand des Vereins ist stolz darauf, in den vergangenen 30 Jahren so vielen Neubürgern und vor allem jungen Familien eine Heimat gegeben zu haben.

Falls Sie dieser heimatverbundenen Gemeinschaft noch nicht angehören, so können Sie sich gerne als Mitglied anschließen. Der Vorstand freut sich über Ihren Beitritt.

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